In drei Schritten zum richtigen Echolot beim Karpfenangeln

Ich werde immer wieder gefragt welches Echolot ich für Karpfenangler empfehlen würde. Aus meiner Erfahrung im Umgang mit Echoloten sowie unzähligen Messeeinsätzen und den Beratungsgesprächen möchte ich in diesem Beitrag eine kleine Hilfestellung geben welches Echolot genau für DICH das richtige ist.

Man kann natürlich nicht pauschal ein Echlolot für einen Zielfisch nennen.

Es spielen selbstverständlich beim Kauf eines Echolotes einige Faktoren mit die man berücksichtigen muss um nicht entweder unnötig Geld auszugeben bzw. am Wasser mit seinem Echolot entweder unzufrieden oder überfordert zu sein. In den folgenden drei Punkten sind die wichtigsten Fragen und Antworten verpackt damit ihr zu eurem Wunschecholot findet. Alle technischen Details findet ihr im den angehängten Links die euch auf die Garmin-Website zum jeweiligen Produkt führen (technische Daten).

 

Beginnen wir mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis

Grundsätzlich kann man sagen das Garmin in jedem Segment für euch ein passendes Gerät im Programm hat. Es kommt ganz darauf an, wie oft ich ein Echolot nutze bzw. an welchem Gewässer ich es einsetze.

Angle ich z.B. nur wenige Male im Jahr oder befische ich nur kleinere Gewässer ohne viel Struktur bin ich als Karpfenangler mit einem Striker 4 bzw. Striker 4cv bestens ausgerüstet. Das Striker 4-Serie hat – wie alle Echolote von Garmin – einen eingebauten GPS-Empfänger sowie die Traditionelle und die DownVü Technologie (nur Striker 4cv) – die Technologien und ihren Einsatzzweck werde ich im nächsten Punkt ausführlich beschreiben.

Möchte ich einen etwas größeren bzw. breiteren Bildschirm ist es sinnvoll sich das Striker 5cv zu kaufen. Die Technologien sowie der Geber – der GT20 TM – sind die selben wie beim Striker 4cv, nur der Bildschirm ist etwas breiter und man kann sich neben beiden Technologien auch die Navigation zu seinem Spot hin am Bildschirm auf einmal (Dreiteilung) anzeigen lassen. Das meistverkaufte Echolot in Österreich 2016!

Wer auf großen Naturseen angelt sollte dann schon zum Striker 7cv greifen. Neben GPS, der Traditionellen sowie der DownVü Technologie bietet das Striker 7sv auch die SideVü Technik. Und genau die kann der entscheidende Vorteil auf großen Gewässern sein. Ich bringe hier immer gerne das Beispiel vom Ossiachersee, meinem Hausgewässer. Gerade im nach der Laichzeit oder im Herbst wenn die Karpfen sich im Freiwasser aufhalten kann man beobachten wie von den Campingplätzen aus ein Meer aus Markerbojen befischt wird – und das Woche für Woche. Ist man im Besitz eines Echolotes mit SideVü kann man so relativ rasch die Futterplätze seiner Vorgänger herausfinden. Ganz einfach am SideVü die Futterfisch-Schwärme mit GPS als Hotspot abspeichern und schon hat man herausgefunden welche Plätze befischt wurden. Das spart nicht nur enorm viel Zeit sondern auch Geld – denn man kann einfach einen Futterplatz übernehmen und muss nicht mit viel Futteraufwand einen neuen Platz anlegen. Preis-Leistung sind bei diesem Gerät top!

 

Welche Technologie macht auf welchem Gewässer Sinn

Beginnen wir mit der Traditionellen Technologie – die ab UVP 169.- Euro im Striker 4 inkl. GPS verbaut ist.

 

Wenn ich ständig nur an Gewässern angle die ich in- und auswendig kenne bzw. keine besonderen Strukturen oder Unterwasserpflanzenbewuchs aufweisen ist diese Technolgie bzw. das Striker 4 völlig ausreichend. Mit der Traditionellen Technologie kann ich Fische suchen und finden sowie die Gewässerbodenhärte bestimmen. Je nach eingestelltem Farbschema sind die unterschiedlichen Gewässerbodenhärten bzw. Krautbewuchs erkennbar. Kanten sowie harte und weiche Bereiche am Gewässerboden können somit lokalisiert und mit GPS abgespeichert und später wieder gefunden und beangelt werden.

Angelt man an verkrauteten Gewässern bzw. an Gewässern mit sehr viel Unterwasserstruktur bzw. versunkenen Gegenständen kommt einem die DownVü Technologie sehr zur Hilfe. Gemeinsam mit der Traditionellen Anzeige werde so nicht nur harte oder weiche Bodenbeschaffenheiten deutlich, Unterwasserpflanzen und z. B. versunkene Boote werde nahezu Fotorealistisch angezeigt und man erhält ein detailliertes Bild der Unterwasserlandschaft.

 

Die dritte Technologie – die SideVü Technik – spielt gerade an großen Gewässern ihre Vorteile aus. Mit einem parabolischen Sendekegel von 86° links und rechts vom Geber aus scannt sie den Gewässerboden – abhängig unter anderem von der Gewässertiefe – bis zu 100 Meter links und rechts vom Boot ab. Als All-in-one-Geber kommt hier der GT52 HW von Garmin zum Einsatz. Der große Unterschied zur den beiden anderen Technologien besteht darin dass ich nicht nur sehe was gerade unter meinem Boot geschieht, sondern den Gewässerboden rechts und links von mir abtaste und mir Punkte abspeichern und zu ihnen navigieren kann die ich mit meinem Boot nicht unmittelbar befahren habe. Erhabene Bereiche werden heller dargestellt, tiefere Bereiche dunkler. Die Entfernung einzelner Objekte kann anhand der Skala am unteren Bildschirmrand bestimmt werden – immer abzüglich der Gewässertiefe. Im Grunde ist ein SideVü-Bild wie zwei aneinander gelegte DownVü Bilder zu lesen. Der dicke Strich in der Mitte des Bildes ist die Wasseroberfläche, der dunkle Bereich rechts und links davon die Gewässertiefe und die abgebildeten Strukturen der Gewässerboden. Es bedarf natürlich ein wenig Übung bis man das Bild deuten kann, aber je öfter man sich damit beschäftigt desto schneller kann man interessante Spots deuten und erfolgreich beangeln.

Ich persönlich bin z.B. am Ossiachersee mit einem Striker7sv unterwegs und konnte mit Hilfe der SideVü-Technik schon zahlreiche Karpfen auf die Matte legen 😉

Alle drei Technologien arbeiten in Echtzeit und man kann so z.B. mit der DownVü Technik als Karpfenangler punktgenau seine Montage ablegen ohne eine Unterwasserkamera oder zusätzliches Equipment mit ans Wasser mitnehmen zu müssen.

 

Gewässerkartenerstellung mit der Gratis-Software Quickdraw Contours

Wer sich nicht damit zufrieden gibt was gerade in diesem Moment unter seinem Boot passiert und wer sich nachhaltig einen Überblick über sein Lieblingsgewässer machen möchte sollte sich dieses Feature zu Nutze machen.

Als einziger Hersteller bietet Garmin im Moment seinen Kunden eine gratis Gewässerkartenerstellung direkt am Echolot an.

Diese Software – die zum jetzigen Zeitpunkt in allen echoMap-Geräten von Garmin zu finden ist, zeichnet während der Fahrt mit den beiden Informationen „GPS und Tiefe“ völlig automatisch eine Gewässerkarte auf. Mit einer Genauigkeit in 30-Zentimeter-Schritten erkennt man so mit Hilfe der unterschiedlich einstellbaren Tiefenschattierungen jede noch so kleine Unebenheit am Gewässerboden. Die Zugrouten unserer gelben Freunde, Plateaus und Kanten bleiben somit nicht mehr im Verborgenen und das Angeln wird somit noch effizienter! Gespeichert wird die Gewässerkarte auf einer micro-SD Karte die in den Kartenschacht des Plotters gelegt wird. Jedes Mal wenn man das Gewässer beangelt wird – sofern man die Aufzeichnung startet – die Karte um den Bereich erweitert, den man bis dahin noch nicht befahren hat bzw. werden Bereiche auf denen man schon unterwegs war noch genauer.

Das Einsteiger-Modell in die Welt der gratis Gewässerkartenerstellung bei Garmin und auch das meistverkaufte Gerät in diesem Segment 2016/2017 ist das echoMAP CHIRP 42cv.

 

Als nützliches Zubehör möchte ich euch noch abschließend das Trabare echo-Kit von Garmin ans Herz legen. Passend für alle Geräte der Striker-Serie sowie echoMAP-Serie bis zum echoMAP CHIRP 52cv ist dein Echolot nicht nur perfekt geschützt sondern auf für alle Montagen gerüstet. Im Lieferumfang sind eine 7 Amperstunden 12V Batterie, eine Ladegerät, eine Saugnapfhalterung sowie ein kurzes Netzkabel.

 

 

 

Hier geht’s zu den Produkten ->

Striker 4: https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/528812

Striker 4cv: https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/576388

Striker 5cv:  https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/576390

Striker 7sv:  https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/528825

echoMAP CHIRP 42cv: https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/577144

Tragbares Echo-Kit:  https://buy.garmin.com/de-AT/AT/p/114006

 

 

Ich hoffe euch mit meinen Tipps und meiner Erfahrung ein wenig geholfen zu haben was die Auswahl für euer zukünftiges Echolot betrifft und wünsche euch viel Zeit am Wasser und natürlich ein kräftiges Petri Heil, euer ossi

 

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