Was ist GPS und für was brauche ich es ?

1. Wie funktioniert GPS?

GPS (Global Positioning System) ist ein Navigationssatelliten-System, mit dessen Hilfe sich Position und Zeit messen lassen. Rund um die Erde kreisen Satelliten, die permanent ihre genau Position und die Uhrzeit per Radiosignal aussenden. Spezielle GPS-Empfänger können daraus ihre eigene Position und die Geschwindigkeit berechnen. Die Anwendungen sind vielseitig. Am bekanntesten dürften die Navigationsgeräte im Auto sein.

Beim Angeln kommen einerseits Empfänger mit großem Bildschirm zum Einsatz. Sie sind häufig mit dem Echolot gekoppelt und eignen sich hauptsächlich für den Fest-Einbau. Andererseits gibt es kleinere Handgeräte, die vor allen Dingen den mobilen Angler ansprechen.

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2. Was leisten die Geräte?

Hand-GPS-Empfänger unterscheiden sich lediglich in der Größe des Bildschirms von den anderen Modellen. Die Leistungen sind identisch. Schon einfache Ausführungen zeigen die Geschwindigkeit an und erlauben, Wegpunkte abzuspeichern, die man dann immer wieder zielgenau ansteuern kann. Auf dem Bildschirm werden je nach Einstellung die Richtung, die Entfernung zum Ziel und die Abweichung angezeigt. Darüber hinaus lassen sich Routen speichern, die sich aus zahlreichen Wegpunkten zusammensetzen. So kann man zum Beispiel den Weg um eine Untiefe herum genau festlegen, Schleppstrecken oder den Rückweg speichern. Hochwertige Geräte sind darüber hinaus in der Lage, digitale Land- oder Seekarten wiederzugeben. Der aktuelle Standort wird direkt auf der Karte dargestellt. Diese Geräte werden auch als Karten-Plotter bezeichnet.

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3. Was bringt‘s beim Angeln?

GPS-Geräte werden hauptsächlich beim Bootsangeln eingesetzt. Gerade auf großen Gewässern erleichtern sie die Orientierung erheblich und erhöhen die Sicherheit. So lässt sich auch bei plötzlich hereinbrechendem Nebel die zuvor als Wegpunkt  gespeicherte Hafeneinfahrt/ Zeltplatz oder der sogenannte Spot  wiederfinden.

Aber auch in der Angelpraxis ist der Nutzen der Geräte kaum zu überschätzen. Einige Vorteile im Überblick: Gute Stellen findet man problemlos wieder. Wer schon mal mitten auf einem See versucht hat, mittels Landmarken einen nur wenige Quadratmeter großen Steinhaufen am Grund wieder zu finden, weiß, wie lange das dauern kann. Auf dem Gerät wird der einmal entdeckte Platz einfach als Wegpunkt abgespeichert und ist von nun an immer direkt anzufahren. Karpfenangler markieren mittels GPS zum Beispiel ihre Futterplätze, die sie so auch ohne Markierungsbojen lokalisieren können. Dank der Tracklinien sieht man außerdem, wo man schon gefahren ist. Dies ist beim Schlepp- und Driftfischen äußerst praktisch, da man so große Flachen systematisch abfischen kann. Fürs Schleppen ist außerdem die Geschwindigkeitsanzeige von großer Bedeutung. Mit ihr lässt sich kontrollieren, ob man auch immer in dem für den Köderlauf optimalen Tempo fährt.

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4. Wie genau ist GPS?

Das System wurde vom US-Militär entwickelt und war lange Zeit für den zivilen Einsatz so gut wie unbrauchbar, da ein Störsignal eingebaut war. Damit war nur eine Richtigkeit von rund 100 Metern zu erreichen. Diese künstliche Ungenauigkeit wurde im Jahr 2000 abgeschaltet. Seitdem beträgt die Genauigkeit laut Hersteller-Angaben sieben bis acht Meter. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass die tatsächliche Abweichung meist wesentlich geringer ist. Auf den Meter genaue Positionsbestimmungen sind eher die Regel als die Ausnahme

5. Kann ich die Daten auf dem Computer sichern?

Ja, entweder kann man die Geräte über ein USB-Kabel direkt mit dem Rechner verbinden, oder man speichert die Daten auf eine Karte. Dazu legt man ein leeres Speichermedium ein und überträgt die Daten dann wie in der Anleitung beschrieben. Mit einem Lesegerät lassen sie sich anschließend in den Computer kopieren. Dafür gibt es auch eigene Softwaren. Routen und Wegpunkte kann man umbenennen, löschen oder auch hinzufügen. Die Daten werden abschließend wieder auf der Karte gespeichert und im Empfänger auf den internen Speicher kopiert.

6. Wie robust sind die Empfänger?

Die modernen Hand-GPS-Geräte sind für den Outdoor-Einsatz gebaut und halten einiges aus. Meist sind sie sogar wasserdicht. Allerdings sollte man bedenken, dass es sich um ein elektronisches Gerät handelt, das man mit entsprechender Vorsicht behandeln sollte. Mit dem Handy geht man ja auch vorsichtig um.

 

Für mich persönlich ist ein GPS einfach nicht mehr wegzudenken. Egal ob Handgpsgerät am Hauswasser oder  Im Allgemeinen das  Echolote  was sowieso unverzichtbare Hilfe für alle Arten von Anglern. Denn wie soll man Strukturen, Bodenhärten und Fische finden? Die Oldschool – Lotrute mit dem Lotblei sind im Notfall eine nützliche Hilfe. In der realen Praxis allerdings sparen moderne Echolote enorm viel Zeit und bringen erstaunlich neue Einblicke in die Unterwasserwelt. In Verbindung mit Gps hab ich zwei Fliegen mit einer Klappe im Sack.

In diesem Sinne wünsche wir euch eine erfolgreiche Zeit am Wasser und viele dicke Fische!

 

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